2. Der Liebe Worte (Ganz nah ...)

 

Amor erscheint, und im Preis sinken die Götter der Welt.

Properz (um 47 - 50 v. Chr.) - Römischer Dichter

 

Mit meinen Armen will ich
ewig dich umfangen,
Und deinen Leib umranken wie
die Reben.
Welch größre Freude könnte es
sonst geben ... ?

Sir Charles Hanbury Williams (1708 - 1759) - Engl. Dichter

 

Sie umarmt mich lange, ... flüchtig
wie ein Windhauch und zart, so,
wie man eine Blüte streichelt; sie küsst
mich; leidenschaftlich wie der Himmel
die See, zärtlich und schweigend wie
der Tau die Blüte, feierlich wie die See
das Antlitz des Mondes.

Soren Kierkegaard (1813 - 1855) - Dän. Philosoph

 

Leben ohne Liebe ist eine Last ...
Was wir ihm verweigern, dem Tode
geben wir es. Und dann, erst dann,
wenn wir lieben, leben wir.

William Congreve (1670 - 1729) - Engl. Komödiendichter

 

Liebe kennt keinen Kalender, kein
Wetter und keine Uhr.
Es gibt nur drei Daten in Armors Reich:
wann man sich trifft,
wann man auseinander geht
und wann man scheiden muss.

Giovanni Boccaccio (1313 - 1375) - Ital. Dichter

 

Und wirklich, obwohl ihre Bekanntschaft
erst so kurz war, hatten sie,
wie es immer geschieht zwischen
Liebenden, alles, was irgend von
Bedeutung war, voneinander in nicht
weniger als zwei Sekunden erraten ...

Virgina Woolf (1882 - 1941) - Engl. Schriftstellerin

 

"Eleanor !", rief er wieder; und einen
Augenblick später hielt er sie fest
an seine Brust gedrückt. Wie dies
geschehen war, ob es ihm oder
ihr ausgegangen war, bezwungen von
dem zärtlichen Ton seiner Stimme;
oder ob er sie mit einer Heftigkeit,
die freilich kaum Widerstand erregte,
sie an seine Brust gezogen hatte,
keiner von beiden wusste es; noch
kann ich es sagen. Zwischen ihnen
war nun ein Einklang, der kaum eine
individuelle Bewegung mehr erlaubte.
Sie waren ein und dieselbe Person
- ein Fleisch, ein Geist, ein Leben.

Anthony Trollope (1815 - 1882) - Engl. Schriftsteller

 

 

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